Erfolgreich ans Netz gegangen: Drei neue Solarparks in der Verbandsgemeinde Speicher
Mit Orenhofen Nord, Orenhofen Süd und Preist haben wir bei WES Green drei weitere Solarparks in der Verbandsgemeinde Speicher bis zur Inbetriebnahme begleitet. Seit Ende August 2026 speisen die Anlagen erstmals Strom in das öffentliche Netz ein. Zusammen verfügen sie über eine Leistung von rund 22 MWp. Bis zum 1. September waren alle drei Solarparks ans Netz angeschlossen.
Vom Baustart bis zur elektrischen Anbindung
Am 1. September 2025 begannen die Bauarbeiten in Orenhofen Nord. Bereits im Laufe des Monats waren rund 90 Prozent der Pfosten gerammt, die Fundamente für die Zentralwechselrichter gegossen und Kabelgräben ausgehoben. Damit waren wichtige Voraussetzungen für die anschließende Montage und elektrische Anbindung geschaffen.
Im November 2025 waren in Orenhofen Nord die Unterkonstruktionen und Solarmodule vollständig montiert. Auch die Generatoranschlusskästen waren installiert, die Modulverkabelung war zu rund 80 Prozent abgeschlossen. In Orenhofen Süd lag der Montagefortschritt zu diesem Zeitpunkt bei rund 96 Prozent; die Fundamente und die parkinterne Mittelspannungstrasse waren ebenfalls fertiggestellt.
Parallel gingen die Arbeiten in Preist voran. Dort waren im November die Rammarbeiten nahezu abgeschlossen und die Längsträger zu rund 60 Prozent montiert. Darauf folgten die weiteren Montageschritte und die Installation der insgesamt rund 13.500 Solarmodule.
Im weiteren Bauverlauf rückte die elektrische Anbindung in den Mittelpunkt. In Orenhofen Nord und Süd wurden die SMA-Zentralwechselrichter aufgestellt und die Anschlussarbeiten vorangetrieben. In Preist folgten der Anschluss der Stringwechselrichter und die weiteren Arbeiten an der Mittelspannungsanbindung.
Drei Standorte, eine gemeinsame Netzinfrastruktur
Eine Besonderheit der Projekte ist die gemeinsame Netzinfrastruktur: Über eine rund 14,8 Kilometer lange Mittelspannungskabeltrasse sind alle drei Solarparks mit der Umspannanlage Beilingen verbunden. Dort erfolgt die Einspeisung in das 20-kV-Netz von Westnetz.
Damit verbindet die Trasse die räumlich getrennten Erzeugungsstandorte mit einem gemeinsamen Netzverknüpfungspunkt.
Unterschiedliche Anforderungen an die Planung
Jeder Standort stellte eigene Anforderungen. In Orenhofen Süd wurden archäologisch relevante Flächen mit Hinweisen auf eine römerzeitliche Bebauung von der Bebauung mit Solarmodulen freigehalten. Der Solarpark Preist erstreckt sich über zwei getrennte Teilbereiche. Bei seiner Planung mussten bestehende Leitungen und eine Regenwasserrückhaltemulde berücksichtigt werden. Mit rund 13.500 Modulen erreicht der Standort eine Leistung von knapp 8 MWp.
Orenhofen Nord verfügt über rund 6,7 MWp, Orenhofen Süd über rund 7,4 MWp. Für beide Standorte sind bereits Grünstromspeicher mit einer Speicherdauer von rund vier Stunden geplant. Sie sollen künftig ermöglichen, flexibler auf die Anforderungen des Strommarktes und des Netzes zu reagieren.
Von der Inbetriebnahme in den regulären Betrieb
Nach dem Netzanschluss durchliefen die Anlagen einen zehntägigen Probebetrieb. Anschließend folgten die Inspektion durch den TÜV und die Abnahme. Die noch ausstehenden Eingrünungsmaßnahmen werden in der kommenden Pflanzperiode umgesetzt.
Mit rund 22 MWp zusätzlicher Photovoltaikleistung stärken die drei Solarparks die erneuerbare Stromerzeugung in der Verbandsgemeinde Speicher. Wir bedanken uns bei den beteiligten Gemeinden, unseren Projektpartnern und unserem Team für die Zusammenarbeit von der Planung bis zur Inbetriebnahme.