Mehr Ökostrom von der ehemaligen Industriebrache

Ein bedeutender Schritt für den geplanten Solarpark Raumbach: Für ein Projekt unseres Kooperationspartners liegt nach einem langen und intensiven Abstimmungsprozess nun ein positiver Bescheid im Zielabweichungsverfahren vor - und das trotz einer anspruchsvollen planerischen Ausgangslage, die von den bisherigen Festlegungen der Landesplanung abwich.

Genau darin liegt die besondere Leistung unserer Projektmanager: Eine Fläche dieser Größenordnung für die PV-Entwicklung planerisch zu ermöglichen, erfordert eine fundierte Vorbereitung, intensive Abstimmungen und einen nachhaltigen Dialog mit der Gemeinde, den zuständigen Behörden und weiteren Beteiligten.

Auf einer Gesamtfläche von rund 92 Hektar soll eine Photovoltaik-Freiflächenanlage mit etwa 92,5 MWp entstehen. Die erwartete Stromproduktion liegt bei rund 100 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Rechnerisch könnten damit bis zu 86.000 Menschen mit erneuerbarem Strom versorgt und jährlich bis zu 69.300 Tonnen CO₂ vermieden werden.

Auch der ökologische Ansatz ist ein zentraler Bestandteil der Planung. Vorgesehen sind unter anderem eine Bodenversiegelung von weniger als 0,5 %, Maßnahmen zur Biotopvernetzung, eine extensive Bewirtschaftung sowie ein breiter Wildtierkorridor.

Raumbach ist damit mehr als ein Solarprojekt. Es zeigt, wie durch anspruchsvolle Projektentwicklung auch unter komplexen planerischen Rahmenbedingungen neue Räume für erneuerbare Energien geschaffen und zugleich ökologische Mehrwerte für alle Beteiligten erzielt werden können.

 

WES Green GmbH baut den Solarpark Üdersdorf in der Vulkaneifel aus

Trier/Üdersdorf. Die WES Green GmbH aus Trier hat den Solarpark auf dem Gelände des
ehemaligen Steinbruchs „Löhley“ in Üdersdorf in der Vulkaneifel nochmals ausgebaut. Auf dem
circa 1,73 Hektar großen Konversionsgelände war im März 2017 der erste Bauabschnitt
entstanden.

Die Photovoltaikanlage startete zunächst mit einer Leistung von 731 kWp und wurde nun um
knapp 450 kWp auf jetzt insgesamt fast 1,2 MWp erweitert. Im Solarpark wurden dazu weitere
1.656 Module und nochmals 6 Wechselrichter verbaut. Damit ist ein Großteil der Fläche des
ehemaligen Steinbruchs belegt.

In die Produktion von umweltfreundlichem Sonnenstrom wurden dort insgesamt rund 1. Mill.
Euro investiert. Der Steinbruch, der über 200 Jahre zum Basaltabbau genutzt wurde, liegt seit
den 1950er Jahren brach und diente seitdem als Lagerplatz für Bauschutt und Ähnliches.
Jahrelang wurde eine Teilfläche genutzt, um belastete Erde mittels Bakterien zu reinigen. Eine
Rekultivierung und der Rückbau der „Industrie-Brache“ mussten vorgenommen und die
verfallenen Betriebsgebäude, Betonquader, Abfälle und Bauschutt entfernt werden. Der Standort
war unter anderem ausgewählt worden, weil auf dem außer Betrieb gesetzten Gelände die
Realisierung einer Photovoltaikanlage als sogenannte bauliche Anlage laut EEG sowohl als
möglich sowie auch als förderbar galt.

Birgit Zimmer von der Eigentümerfamilie findet es wichtig, dass auf dem Gelände zukünftig
umweltfreundlicher Ökostrom produziert wird. „Für uns war es von großer Bedeutung, dass das
Brachgelände einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden konnte“, erläutert Birgit Zimmer. Von
der Gemeinde wurde das Projekt von Anfang an sehr positiv gesehen und unterstützt. Die
rekultivierte Fläche ist ein wichtiger Schritt für die Kommune in die Erzeugung von Erneuerbaren
Energien.

„Mit der Erweiterung können wir, auf dieser in den letzten Jahrhunderten stark strapazierten
Fläche, jetzt noch mehr Ökostrom erzeugen. Zusätzlich wird sich der Boden innerhalb von 20
bis 30 Jahren regenerieren können, mit all den positiven Auswirkungen für die Tier- und
Pflanzenwelt“, erklärt Horst Schneider.

WES Green kümmerte sich um das Gesamtprojekt

Die WES Green GmbH hatte im Rahmen des Projekts die Erstellung des technischen
Gesamtkonzepts, die Durchführung von Genehmigungsverfahren in Zusammenarbeit mit dem
Landkreis Vulkaneifel, der Verbandsgemeinde Daun und der Ortsgemeinde Üdersdorf und dem
Energieversorger Westnetz übernommen, sowie die Bauarbeiten koordiniert.

Presseartikel zum Download