Photovoltaik ist der Treiber der Energiewende

Ein bedeutender Schritt für den geplanten Solarpark Raumbach: Für ein Projekt unseres Kooperationspartners liegt nach einem langen und intensiven Abstimmungsprozess nun ein positiver Bescheid im Zielabweichungsverfahren vor - und das trotz einer anspruchsvollen planerischen Ausgangslage, die von den bisherigen Festlegungen der Landesplanung abwich.

Genau darin liegt die besondere Leistung unserer Projektmanager: Eine Fläche dieser Größenordnung für die PV-Entwicklung planerisch zu ermöglichen, erfordert eine fundierte Vorbereitung, intensive Abstimmungen und einen nachhaltigen Dialog mit der Gemeinde, den zuständigen Behörden und weiteren Beteiligten.

Auf einer Gesamtfläche von rund 92 Hektar soll eine Photovoltaik-Freiflächenanlage mit etwa 92,5 MWp entstehen. Die erwartete Stromproduktion liegt bei rund 100 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Rechnerisch könnten damit bis zu 86.000 Menschen mit erneuerbarem Strom versorgt und jährlich bis zu 69.300 Tonnen CO₂ vermieden werden.

Auch der ökologische Ansatz ist ein zentraler Bestandteil der Planung. Vorgesehen sind unter anderem eine Bodenversiegelung von weniger als 0,5 %, Maßnahmen zur Biotopvernetzung, eine extensive Bewirtschaftung sowie ein breiter Wildtierkorridor.

Raumbach ist damit mehr als ein Solarprojekt. Es zeigt, wie durch anspruchsvolle Projektentwicklung auch unter komplexen planerischen Rahmenbedingungen neue Räume für erneuerbare Energien geschaffen und zugleich ökologische Mehrwerte für alle Beteiligten erzielt werden können.

 

Umweltfreundliche Sonnenstrom deckt rund 10 Prozent des gesamten Strombedarfs

Daten der Bundesnetzagentur und von Energieversorgern lassen darauf schließen, dass in
diesem Jahr in Deutschland schon jetzt mehr Solarstrom erzeugt wurde als im gesamten
Vorjahr. Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft e. V. (BSW) stellt die
Photovoltaik inzwischen rechnerisch rund zehn Prozent der deutschen Stromerzeugung. Der
Verband erwartet, dass in diesem Jahr etwa 20 Prozent mehr Solarstromleistung neu ans
Netz angeschlossen wird als im Vorjahr 2019.

 

Photovoltaik 2021 alleiniger Motor der Energiewende?

Photovoltaik wird 2021 voraussichtlich alleiniger Motor der Energiewende in Deutschland
sein. Dies geht aus jüngsten Prognosen der Übertragungsnetzbetreiber hervor. Demnach
erwarten die Netzbetreiber einen Nettozuwachs bei der installierten Photovoltaik-Kapazität
in Höhe von rund 5,4 Gigawatt (GW) bei der Photovoltaik (PV) nach 4,2 GW in 2020. Bei der
Windkraft und der Bioenergie wird hingegen im kommenden Jahr ein Rückgang der
installierten Kapazitäten erwartet.

Nach Einschätzung des BSW sei die Entwicklung erfreulich, sie müsse jetzt aber unbedingt
weiter beschleunigt werden. Der BSW warnt unterdessen vor einem zu geringen
Ausbautempo bei der Solartechnik und vor einem Markteinbruch. Die Prognose der
Netzbetreiber habe noch nicht die aktuelle Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes
berücksichtigt. Der BSW kritisierte in diesem Zusammenhang insbesondere einen geplanten
Systemwechsel bei der Vergabe von Marktprämien hin zu Ausschreibungen, vom
Bundeswirtschaftsministerium vorgesehene kostentreibende Anforderungen des
Messwesens für Kleinanlagenbetreiber sowie die nicht EU-rechtskonforme Belastung selbst
verbrauchter Solarstrommengen mit der EEG-Umlage.

Der BSW fordert seit längerer Zeit, den jährlichen Photovoltaikausbau nicht länger künstlich
zu drosseln. Zur Vermeidung einer bereits im Jahr 2023 aufreißenden Stromerzeugungslücke
und zur Umsetzung der Klimaziele ist nach übereinstimmender Auffassung vieler
Wissenschaftler mindestens eine Verdreifachung der installierten Photovoltaikkapazität bis
zum Jahr 2030 erforderlich. Die jährlichen Ausbauziele müssten im EEG in der Folge auf
mindestens 10 Gigawatt angehoben werden. Der aktuelle Gesetzesentwurf zum EEG 2021
sieht nur die Hälfte vor.

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft e. V. (BSW)